Obwohl wir sie täglich benutzen, machen wir uns kaum Gedanken darüber, wie sie hergestellt wird, welche gravierenden Unterschiede es gibt und was sie alles leistet: Lebensmittelfolie.
Lebensmittelfolien kommen immer dann zum Einsatz, wenn Nahrungsmittel verpackt und länger haltbar gemacht werden müssen. Dabei macht es keinen Unterschied, welche Lebensmittel wir mit den Folien vor äußeren Einflüssen schützen möchten.
Das denken zumindest die meisten Verbraucher.
In Wirklichkeit gibt es eine große Anzahl unterschiedlicher Lebensmittelfolien für beinahe jedes Nahrungsmittel. Das Material, oder der Materialmix, Folien Stärke und Dichte sowie der präzise Folienzuschnitt sind maximal an das zu verpackende Produkt angepasst. Warum das so sein muss und warum die Qualität bei Lebensmittelfolien einen so großen Einfluss auf unsere Ernährung und Gesundheit hat – erfahren Sie jetzt mehr!
Die Vorläufer der heute bekannten Lebensmittelfolien
Um 1900 herum, noch vor dem Ersten Weltkrieg, experimentierte ein Schweizer Unternehmer mit Aluminium und Walzen, um gas- und luftdichte sowie blickdichte Folien herzustellen, die für das Verpacken von Lebensmitteln und Medikamenten genutzt werden konnten. Der Mann avancierte schnell zum Qualitätsführer, wenn es um das Schneiden und Wickeln von Folien ging.
Das Produkt wurde massentauglich und deswegen nutzen wir heute Alufolie als stabile Lebensmittelfolie. Da aber der Verbrauch der Ressource Aluminium sowie der Energiebedarf zur Herstellung von der knisternden Lebensmittelfolie immens ist, steht Aluminiumfolie bei Umweltschützern in der Kritik. Das hat zur Folge, dass viele Verbraucher im Alltag versuchen auf Aluminiumfolie zu verzichten. Zumal es mittlerweile umweltverträglichere Lebensmittelfolien gibt. Wenn Alufolien, dann nur zu bestimmten Anlässen. Eine Ausnahme für die Verwendung von umweltschädlichen Lebensmittelfolien bildet das bei den Deutschen so beliebte Grillen. Neben einem guten Grill, Kohle, reichlich Fleisch und Würstchen gehört die Alufolie – beispielsweise zum Einwickeln von Kartoffeln oder Gemüsevariationen – einfach zum gelungenen Grillabend dazu.

Von der Frischhaltefolie bis hin zu Klarsichtfolien: Lebensmittelfolien sind vielfältig
Frischhaltefolie findet man im Supermarkt meist direkt neben der Alufolie. Sie dient dazu, Aufschnitt, wie Wurst und Käse, im Kühlschrank länger frisch zu halten.
Um beispielsweise Kuchen oder Salate zu transportieren – und hier wären wir wieder beim Grillfest mit Freunden – decken wir Nahrungsmittel und fragile Produkte mit Frischhaltefolie ab. Obwohl der Gebrauch von sowohl Alu- als auch Frischhaltefolien nicht besonders umweltfreundlich ist, sind die Folien dennoch sehr praktikabel. Einfach abreißen, die Nahrungsmittel direkt oder die Schüssel mit der Folie überziehen und fertig. Ein Umdenken findet hier nur sehr langsam statt. Das gilt auch für den Einsatz von Klarsichtfolie. Die etwas festere, transparente Folie dient dem Einzelhandel und Privatpersonen als dekorative Verpackung.
Und seien Sie ehrlich: Haben Sie schon mal einen Präsentkorb, Pralinen oder eine gute Flasche Champagner verschenken wollten, sodass das Geschenk auf den ersten Blick für Begeisterung sorgt? Dann haben Sie wahrscheinlich auch transparente Klarsichtfolie als Geschenkfolie eingesetzt.
Sind Lebensmittelfolien gesundheitsschädlich?
Dass bestimmte Kunststoffe und darin enthaltene Weichmacher (sogenannte Phthalate) krank machen und sogar Krebs erregen können, ist weitreichend bewiesen.

Fun Fact: Jeder zweite Deutsche hat sich schon einmal über schlecht produzierte PET Verpackungen geärgert. Von aufgeplatzten Milchtüten, widerspenstigen Verbundfolien bei Kosmetikartikeln oder bei wiederverschließbaren Verpackungen, die zwar auf einer Seite perforiert sind, aber dennoch nur mit Gewalt zu öffnen.
Im nächsten Blog Artikel befassen wir uns dann mit Foliendrucken aller Art. Bis dahin!
