Medizinische Kosmetik – Zwei Gegenpole ziehen sich an

Medizinische Kosmetik Zwei Gegenpole ziehen sich an„Medizin“ und „Kosmetik“ scheinen auf den ersten Blick zwei völlig voneinander unabhängige Termini zu sein, die unser Verstand nicht in Einklang zu bringen vermag.

Der Gebrauch der Medizin dient der Vorbeugung oder Behandlung von Krankheiten respektive Verletzungen. Denkt man an Medizin, so erscheinen einem Pillen, Tabletten oder kleine Fläschchen vor dem geistigen Auge. Eine negative Konnotation haftet an diesem Begriff, da der heilende Nektar stets  in einer eher mäßigen körperlichen Verfassung zu Hilfe eilen muss und eher selten bei einem gesunden und angenehmen Geistes- und Körperzustand Anwendung findet.

Anders verhält es sich bei dem Ausdruck „Kosmetik“. Kosmetische Artikel verhelfen zur Auffrischung des äußeren Erscheinungsbildes, der Annäherung an ein bestimmtes Schönheitsideal und dienen der Körper- und Schönheitspflege. Der Blick in den Spiegel oder die Entspannung während der Pflege kann dann schon einmal entsprechende Endorphine freisetzen. In jedem Fall aber erstrahlt der Begriff in einem positiven Glanz, denn im Nachhinein fühlt man sich stets besser. Auch gibt es Kosmetikerinnen, die in Ihrer eigenen Praxis dem Körper und der Seele Gutes tun und Behandlungen oder Therapie für Gesicht und Körper anbieten.

Wie kann es nun also sein, dass zwei so unterschiedliche Begrifflichkeiten in perfekter Harmonie bestehen können? Was ist medizinische Kosmetik? Wie wird sie angewendet?

Was ist medizinische Kosmetik?

Die medizinische Kosmetik vermag nun die positiven Eigenschaften beider Termini zu verbinden. Kurz gesagt: Medizinische Kosmetik kombiniert die neusten Erkenntnisse der Dermatologie mit hochkonzentrierter Wirkstoffkosmetik.

Was ist medizinische KosmetikDiese Produkte werden Cosmeceuticals genannt und sind hochwertige Kosmetikprodukte, die unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten entwickelt wurden und als Zukunft für die Hautpflege angesehen werden. Der Begriff, der vom amerikanischen Dermatologen Prof. Albert Klingman ins Leben gerufen wurde, setzt sich aus den englischen Wörtern „cosmetics“ (Kosmetik) und „pharmaceuticals“ (Medikament) zusammen und bezeichnet in erster Linie Hautpflegeprodukte, die allerdings die charakterlichen Eigenschaften eines medizinischen Artikels aufweisen, zugleich aber zu einem ästhetischen Aussehen führen. Cosmeceuticals dringen jedoch tiefer als herkömmliche Kosmetika in die Haut ein und entfalten ihren vollen Wirkstoff wesentlich effektiver. Sie weisen die höchstmögliche Konzentration an Wirkstoffen auf, ehe sie in den Bereich des Arzneimittels fallen. Bereits nach kurzer Zeit können erste Behandlungsergebnisse beobachtet werden, wie zum Beispiel bei der Behandlung von Narben, die durch Akne entstanden sind, was durch wissenschaftliche Studien und Tests belegt wurde. Zu ihren Wirkstoffen gehören u.a. Vitamine, Antioxidanten, Peptide, Retinoide, Phytohormone, essenzielle Fettsäuren, Spurenelemente, Extrakte und Substanzen aus pflanzlichen Stammzellen oder Pflanzenkulturen, Wachstumsfaktoren und Botenstoffe.

 

Wo wird medizinische Kosmetik eingesetzt?

Wie der Begriff „medizinische Kosmetik“ bereits suggeriert, steht die Anwendung dieser speziellen Kosmetika immer in Zusammenhang immer mit einer professionellen Beratung. Die Produkte werden in Absprache mit dem Fachpersonal genauestens auf die Bedürfnisse der zu behandelnden Hautpartie abgestimmt.

Wo wird medizinische Kosmetik eingesetztSo soll Nebenwirkungen der hochkonzentrierten Produkte aus dem Weg gegangen werden. Nach einer detaillierten Analyse der Haut, geht eine Pflegeberatung auf die individuellen Wünsche des Patienten ein, um angenehme Behandlungen zu ermöglichen und die besten Ergebnisse zu erzielen. In der Dermatologie gibt es viele Wege, um beispielsweise Akne und Co. Zu bekämpfen. Viele Kosmetikerinnen bieten unterschiedliche Leistungen an, um eine ästhetische Haut nach der Behandlung zu erzielen. Die medizinische Kosmetik kommt u.a. während der Vor- und Nachbehandlung in der ästhetisch-plastischen Chirurgie zum Einsatz. Ob Bodylifting, Brust-OP oder Fettabsaugung, hier können Cosmeceuticals Abhilfe schaffen und einer ausgeprägten Narbenbildung entgegenwirken. Doch auch verzweifelten Teenagern kann durch diese Produkte zu neuem Selbstvertrauen verholfen werden. Abdeckstifte können zum einen Hautunreinheiten und Akne geschickt verbergen, bekämpfen durch ihre antibakterielle Wirkung gleichzeitig aber auch den Brandherd. Medizinische Kosmetik kann aber auch zur Verzögerung des Alterungsprozesses, sowie der Pflege der Haut eingesetzt werden.  Auch in der Fußpflege gehören Cosmeceuticals mittlerweile zum Standardrepertoire. Nagelpilz, deformierte oder eingewachsene Nägel gehören nach der Behandlung der Vergangenheit an. Zudem kann überflüssige Hornhaut durch ein effektives Peeling bekämpft werden. Cosmeceuticals unterstützen Jung und Alt in kritischen Lebensphasen und verhelfen sowohl zur temporären als auch langfristigen Heilung. Die medizinische Kosmetik deckt die Bedürfnisse der Patienten von Kopf bis Fuß ab und garantiert eine schmerzlose und erfolgreiche Behandlung. Der Besuch einer Dermatologie – Praxis ist der erste Schritt für ästhetische Haut. Regelmäßiger Kontakt mit der Kosmetikerin bietet kontinuierliches Feedback zum aktuellen Stand der Behandlung und schafft Vertrauen.

 

Der Unterschied zur klassischen Kosmetik

Während die klassische Kosmetik meist nur an der Oberfläche kratzt, packt die medizinische Kosmetik das Übel an der Wurzel. Die Wirksamkeit von Cosmeceuticals endet nicht auf der Haut, sondern dringt bis zur Zellebene vor.

Der Unterschied zur klassischen KosmetikDie klassische Kosmetik setzt auf die Pflege und Entspannung durch verschiedene Massagetechniken und Öle, bei der medizinische Kosmetik hingegen liegt der Fokus jedoch auf den Behandlungen und der Erneuerung oder Verbesserung der betroffenen Hautschicht. Zum Erfolg führt meist eine Therapie über einen längeren Zeitraum. Anfangs kann ein Peeling manchmal bereits Wunder bewirken. Peelings wirken nicht nur oberflächlich, sondern ziehen z.T. bis in die mittlere Hautschicht ein, um dort ihre Wirkung noch effektiver entfalten zu können. Apparative Verfahren werden in der klassischen Kosmetik wenig bis kaum eingesetzt, in der medizinischen Kosmetik ist der Einsatz von Ultraschall, kosmetischem Needling, Dermabrasionstechniken oder auch Lichtwellenbehandlung aber Gang und Gebe.

Kurzum: die medizinische Kosmetik vermag nicht nur das äußere Erscheinungsbild des Patienten zu beeinflussen, sondern sorgt durch den hochkonzentrierten Wirkstoff für eine Wirksamkeit auf Zellebene ohne dabei den Status eines Arzneimittels inne zu haben. Die hochwertigen Kosmetikprodukte werden unter wissenschaftlicher Aufsicht entwickelt und belegen ihren Erfolg durch zahlreiche Studien und Tests.